Rote Bete Saft – milchsauer vergoren selbst machen

Rote Bete Saft – milchsauer vergoren selbst machen

Ich halte nichts von Nahrungsergänzungsmitteln. Die wenigsten von ihnen werden vom menschlichen Körper gut oder überhaupt aufgenommen, was ich am eigenen Leib erfahren habe. Dazu belastet man Leber und Nieren, denn sie müssen die ganzen Zusatzstoffe, egal welcher Art auch immer, verarbeiten. Ich finde, die Nahrung soll gleichzeitig unsere Medizin sein.

„Du bist, was du isst“ – das stimmt.

Hier finden Sie ein Rezept für selbst gemachten, rohen, milchsauer vergorenen Rote Bete Saft.

Warum roh?

Alle wertvollen Inhaltsstoffe (Vitamine der B-Gruppe, Vitamin A, C, E, K, PP und Folsäure sowie wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium und Eisen) bleiben erhalten.

Warum sauer vergoren (fermentiert)?

„Milchsaure Vergärung ist ein Fermentationsprozess. (…)

Typische Fermentierungsprodukte sind Wein, Bier, Sauerteigbrot, Kakao, Kaffee, schwarzer Tee, Tabak und Rohwurst. (…)

Milchsäurebakterien wirken:
• cholesterinsenkend • antimikrobiell • antikanzerogen.
Die antikanzerogene Wirkung wurde auch für milchsauer vergorene Gemüseprodukte belegt.
In Tierexperimenten mit Mäusen wurde festgestellt, dass die Vermehrung implantierter Ehrlich-Aszites-Tumorzellen durch milchsauer vergorenen unerhitzten Rote-Bete-Saft gehemmt wird, während unvergorener Rote-Bete-Saft keine Hemmung bewirkt. Daraus wird geschlossen, dass entweder bei der milchsauren Vergärung antikanzerogene Substanzen entstehen oder dass die Milchsäurebakterien eine direkte antikanzerogene Wirkung haben.“

Quelle

Mehr dazu finden Sie hier.

Die Herstellung von dem Saft ist richtig billig. Und mit all den guten Eigenschaften bekommt man ihn in keinem Laden. Es bleibt uns also nichts anderes übrig als die Ärmel hochzukrempeln und uns an die Arbeit zu machen.

Zutaten:

  • 1 kg Rote Bete (am besten in Bio-Qualität)
  • etwa 1,5 l Wasser
  • 1 bis 1,5 Esslöffel Salz
  • 4-5 Pimentkörne
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • ein paar Pfefferkörner
  • 1 Knolle Knoblauch

(Einmalhandschuhe – Rote Bete färbt alles rot)

Zubereitung

Rote Bete waschen, mit einem Sparschäler schälen, in Scheiben schneiden. Knoblauch schälen und die Zehen in Hälften schneiden. Ein Glas oder einen Gärtopf mit heißem Wasser ausspülen (sterilisieren). In den Behälter Rote Bete mit Knoblauch abwechselnd reinlegen. Die Gewürze (außer Salz) dazu geben. 1,5 l Wasser aufkochen, Salz reingeben und auflösen lassen. Das Wasser abkühlen lassen. Danach die Rote Bete mit Knoblauch und Gewürzen mit dem abgekühlten Wasser aufgießen. Den Inhalt mit irgendetwas z.B. einem Teller (auch sterilisiert, da sollen sich die guten Bakterien vermehren) beschweren, damit nichts oben schwimmt. Den Behälter mit einem Geschirrtuch oder Mulltuch abdecken und für ein paar Tage an einen warmen Ort stellen. Um den Säureprozess zu beschleunigen, kann man in den Behälter eine Scheibe Brot, das mit Sauerteig gebacken wurde, legen oder wenn man dann schon mal den Saft gemacht hat, etwas davon dazugeben.

Auf der Oberfläche bildet sich mit der Zeit weißer Schaum und die Flüssigkeit riecht säuerlich. Je nachdem, wie warm Sie den Saft stellen, ist er nach 4 bis 7 Tagen fertig. Dann gießt man den Saft durch ein mit einem sauberen Küchentuch oder Mulltuch ausgelegtes Sieb in einen Behälter ab. Der Saft sollte kühl gelagert werden, am besten im Kühlschrank. So ist der Saft sogar ein paar Wochen lang haltbar.

Mit dem Saft macht man Rote Bete Suppe aber dann gehen die meisten wertvollen Inhaltsstoffe beim Kochen verloren.

Ein paar weitere Vorteile von dem milchsauer vergorenen Rote Bete Saft:

  • – schützt vor freien Radikalen und ist damit äußerst förderlich für die Abwehr von Krebs,
  • verlangsamt die Verkalkung der Arterien,
  • ein sehr guter Eisenlieferant, damit hilft er gegen Blutarmut,
  • reguliert den Stoffwechsel,
  • entsäuert den Körper,
  • senkt den „schlechten“ LDL-Cholesterinspiegel,
  • nach einer Antibiotikabehandlung ist er äußerst förderlich für den Wiederaufbau der Darmflora.

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