Sauerteigbrot – Mischbrot aus Roggen- und Weizenmehl

Sauerteigbrot – Mischbrot aus Roggen- und Weizenmehl

Ein Sauerteigbrot braucht vor allem Zeit, genauer gesagt, zwei Tage. Aber dadurch, dass der Teig so lange geht, wird das Brot auch bekömmlicher und intensiver im Geschmack. Also wenn Sie in den Genuss kommen möchten, dann empfehle ich Ihnen, das Mischbrot aus Roggen- und Weizenmehl zu backen. Die Mehlsorten kann man variieren. Der Sauerteig für das Brot wird zwar immer mit Roggenmehl gemacht aber Weizenmehl können Sie durch Dinkelmehl Type 630 ersetzen.

Ich ziehe die Sauerteigbrote den reinen Hefebroten vor. Auch deshalb, weil sie länger frisch bleiben, denn der Sauerteig bindet Feuchtigkeit. Die im Sauerteig arbeitenden Bakterien verbessern auch den Geschmack des Brotes.

Diesmal habe ich eine größere Teigmenge gemacht und gleich zwei Brote in Backformen auf einem Pizzastein gebacken.

 

Zutaten für 2 Brote:

Für den Vorteig:
• 1 Glas Sauerteig (am besten selbst gemacht)
• 1 Glas lauwarmes Wasser
• 1 Glas Roggenmehl Type 1150

  1. Alles in einer Schüssel verrühren und über Nacht in der Küche (nicht im Kühlschrank) stehen lassen.

Für den Hauptteig:
• der Vorteig vom Vortag
• 500 ml lauwarmes Wasser
• 42 g Hefe
• 2 Teelöffel Zucker
• 1 kg Weizenmehl Type 550
• halbes Glas Weizen- oder Haferkleie (optional)
• 5 Esslöffel Chiasamen (optional)
• 2 Teelöffel Schwarzkümmelsamen (optional)
• 4 Teelöffel Salz
• ein Schuss Kürbiskernöl (optional)

Tipp: Alle Zutaten, die als Option oben stehen, sind zwar zwingend nicht notwendig aber sehr gesund, z.B. Schwarzkümmel ist reich an ungesättigten essentiellen Fettsäuren. Sie tragen auch zu einem besonderen Geschmack des Brotes bei. Man kann sie natürlich weglassen oder durch andere Gewürze ersetzen.

2. Am nächsten Tag zuerst die Hefe mit Zucker und einem Spritzer lauwarmem Wasser zerreiben, bis die Hefe flüssig wird, warm stellen und etwa 15 Minuten gehen lassen.
3. Zwischendurch alle restlichen Zutaten abwiegen und in eine Schüssel geben. Die Hefe dazugeben und alles mit einer Küchenmaschine oder einem Mixer zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig an einem warmen Ort etwa 1 Stunde stehen lassen. In der Zeit muss er seine Menge verdoppelt haben.
4. Danach den Teig noch einmal verrühren und dann zum Gehen in Backformen geben. Wenn die Brote ihre Größe wieder verdoppelt haben, in den Ofen bei 230 Grad, am besten auf einen Pizzastein, stellen und 1 Stunde backen.

Tipps:
Nach einer Stunde rausnehmen, am Boden mit den Fingern klopfen. Wenn das Geräusch hohl klingt, dann ist das Brot fertig durchgebacken. Wenn nicht, dann noch für 15 Minuten in den Ofen geben.
Wenn Sie mit einem Pizzastein backen, dann muss man ihn aufheizen d.h. für mindestens eine halbe Stunde bei 230 Grad in den Ofen legen, bevor man das Brot drauf stellt.
Die Temperatur im Ofen muss man im Laufe der Backzeit immer wieder schrittweise runterdrehen, bis sie bei 180 Grad steht. So ahmt man das Backen in einem Holzofen nach.
Nach dem Backen das Brot sofort aus den Backformen rausnehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen, bevor man es anschneidet.

Unten ein Bild von zwei Broten, bei denen ich statt 1 kg Weizenmehl diesmal 0,5kg Weizen- und 0,5 kg Emmer Mehl verwendet habe. (Ansonsten dieselbe Rezeptur)

Übrigens …

Ich friere die Brote, die ich mache, immer ein. In kleineren Mengen, z. B. in Scheiben. Dann habe ich sie auch später frisch auf dem Tisch. Entweder nehme ich sie aus dem Gefrierfach ein paar Stunden vor dem Essen raus, damit sie von alleine auftauen, dann muss man sie nicht gleich aufessen, denn sie werden nicht so schnell trocken. Oder direkt vor dem Essen – dann lege ich das Brot kurz in die Mikrowelle und es schmeckt und duftet wie frisch vom Bäcker. Aber wenn man nicht aufpasst und das Brot zu lange in der Mikrowelle lässt, dann verliert es unter Umständen so viel Feuchtigkeit, dass es schnell trocken und hart wird.

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