Was kann man aus Rosenblütenblättern machen?

Was kann man aus Rosenblütenblättern machen?

Die Frage habe ich mir auch mal gestellt. Und dann experimentiert. Ich habe Ihnen schon eine Rosenblütenblätterkonfitüre mit Amaretto und einen Rosenlikör vorgestellt. Auch pürierte Rosenblütenblätter mit Zucker. Die kann man als Geschmacksträger in Limonaden, Kuchen, Keksen, Plätzchen, Eis, Soßen uvm. verwenden. Dem Lebekuchen mit Schokolade verleihen sie eine besondere Geschmacksnote. Welche Rosen essbar sind, finden Sie hier.

Sollten Sie der glückliche Besitzer von zu vielen Rosenblütenblättern (kann man davon zu viel haben? 😉 ) sein, dann können Sie sie auch trocknen.

Tipps:

Dabei muss man Folgendes beachten. Keine direkte Sonneneinstrahlung aber Hitze und Durchluft (am besten geeignet ist ein Dachboden). Dann verlieren die Blätter ihre Farbe nicht. Man kann sie auch im Backofen trocken, bei etwa 50 Grad mit Umluft. Bei zu hoher Temperatur verlieren sie nicht nur ihre Farbe, sondern auch einen Teil von ihrem Duft und dem besonderen Geschmack. Ich habe sie ganz normal in der Wohnung getrocknet, auf einem ausgebreiteten Laken, auf meinem Wäschetrockner. Es hat etwa eine Woche gedauert, bis sie wirklich richtig trocken waren.

Aus den getrockneten Rosenblättern können Sie Tee machen. Die Blätter mit kochendem Wasser übergießen, ein paar Minuten ziehen lassen und trinken. Je nachdem, wie intensiv der Geschmack sein soll, entscheiden Sie selber mit wie vielen Löffeln Rosenblättern Sie den Tee zubereiten. Sie können die Blätter auch in Kräutertees verwenden als Beigeschmack und für zusätzliche gesundheitliche Wirkung.

 

Sehr gut getrocknete Rosenblütenblätter kann man auch in einem Mixer pulverisieren. Dann in einem luftdichten Behälter aufbewahren und direkt vor der Anwendung mit Puderzucker mischen. So entsteht Rosenzucker. Aber machen Sie selber Puderzucker. Der gekaufte hat Stabilisatoren und andere Zusatzstoffe, die dazu beitragen sollen, dass der Zucker keine Klumpen bildet. Sie geben dem Puderzucker einen metallischen Nachgeschmack (zumindest ich schmecke den Unterschied) und der Zucker ist auch durch die Zusatzstoffe ungesund. (ich weiß, Zucker ist generell ungesund …, trotzdem wähle ich das kleinere Übel) 🙄

Rosenblätter haben eine beruhigende, nervenstärkende, entzündungshemmende, schleimlösende und leicht abführende Wirkung. Duftrosen sind auch ein Aphrodisiakum.

Übrigens …

Mit getrockneten Rosenblüten können Sie Dekorationen in Form von Potpourris herstellen. Gesammelt und im Verkauf erhältlich sind fast nur geschlossene Blüten. Sie riechen aber kaum nach Rose, eher nach Heu, grasig. Nur die aufgeblühten Rosenköpfchen riechen im getrockneten Zustand ein wenig nach Rose. Aber wenn Sie ätherisches Rosenöl haben, dann können Sie nachhelfen. Natürlich sehen die geschlossenen Rosenblüten schöner aus als die aufgeblühten, deshalb geben Sie ein paar Tropfen Rosenöl darauf und der Raum riecht wunderbar nach Rose. Im Trocknungsprozess schrumpfen die Rosenblüten um mehr als die Hälfte ihrer Größe und sie werden dunkler.

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